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SCHWARZ

(alle Gedichte in dieser momentan noch unvollständigen Serie sind von Yuri)

Ein schwarzer Schleier verhüllt dein Gesicht.
Was du wirklich meinst, verstehe ich nicht.
Ich dachte immer, du seist anders als ich,
Habe geglaubt, ich sei wichtig für dich.
Wo ist es hin, dieses warme Gefühl?
Deine Liebe entpuppte sich als Spiel.

Nachts träum ich von dir,
Wünsch du wärst hier.
Du nämst meine Hand,
Brächtest Licht in dunkles Land.
Doch du bist selbst in besagter Dunkelheit
Und hast für meine Rettung keine Zeit.

Ich wünsche, du legst den Schleier weg
Und dann im selben Augenblick
Fällt auch die Dunkelheit von dir;
Du zeigst dein wahres Antlitz mir.
Dann könnte ich dich endlich verstehn
Und in deinem Spiel, meinen Weg gehen.


~~~~~~


Ein schwaches Kerzenlicht
Brennt in der Dunkelheit ihrer Seele.
Es ist weder hell, noch warm.
Denn es ist eine schwarze Flamme,
Die ihre Tränen verbrennt.

Sie weint Nacht für Nacht,
Doch durch den Ruß,
Den die Kerze hinterlässt,
Kann man ihre Tränen nicht sehen.

Der Glanz ihrer Augen ist von Nebel verdeckt
Und ihr trauriges Lächeln, wird in Qualen erstickt.

Sie setzt die Klinge an
Und schneidet tief ins Fleisch.
Der Rote Saft ihres Lebens fällt in den Staub
Und als sie die Augen schließt,
Sieht sie zum ersten Mal Licht.

Ihre letzte Erinnerung ist jener helle Schein.
Denn ihre Augen wollte sie nicht mehr öffnen.


~~~~~~


Ein schwarzer Schmetterling
Setzt sich auf die Haut des Verräters.
Er trägt einen Fluch in sich,
Welchen er auf sein Opfer überträgt.
Und so, wie der schwarze Schmetterling,
Der so geheimnisvoll und schön ist,
Wird auch der Verräter von jener Magie umgeben.

Doch schwarze Schmetterlinge sind selten
Unter der Farbenpracht ihrer Artgenossen.
Nun ist auch der Verräter für alle Ewigkeit
Zur Einsamkeit verflucht!

Yuri am 31.1.07 21:44


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